Pfiffige Idee bringt kulturelle Genussmomente nach Hause
Während der Corona-Pandemie lief von November 2020 bis März 2023 die Aktion “Fünf Minuten Kultur zum Zuhören”. Viele Bürgerinnen und Bürger aus der Region und weit darüber hinaus freuten sich in dieser Zeit über diese besondere Initiative.
Ganz spontan hatten sich eine ganze Reihe Kulturschaffender aus dem Landkreis Kulmbach für die Idee begeistern lassen, bei Mitbürgerinnen und Mitbürgern anzurufen und am Telefon einen kulturellen Beitrag zu übermitteln. Vorab konnten Kulturinteressierte ihre Wünsche einreichen und gaben gleichzeitig ein Zeitfenster für den Rückruf an.
Die Akteure waren: Cosima und Johannes Asen, Rüdiger Baumann, Bernhard Fiedler, Roland Jonak, Friederike und Klaus Köstner, Jutta Lange, Karin Minet, Silvia Schäfer, Edina und Robert Thern sowie Günter und Bärbl Zeller, Philipp Simon Goletz, Jürgen Treppner, Ingo Dannhorn, Brigitte Soziaghi, Aenn Pelz, Johann Spörl, Evi Weier sowie die Museen im Kulmbacher Mönchshof (Bayer. Brauereimuseum, Deutsches Gewürzmuseum und Bayerisches Bäckereimuseum).
„Fünf Minuten Kultur zum Zuhören“-Flyer und Video-Trailer
Medien-Echo zur Aktion „Fünf Minuten Kultur zum Zuhören“
Das kulturelle Angebot war breit gefächert: Es wurden Gedichte vorgelesen, die Zuhörer wurden singend (auf Wunsch auch gerne gemeinsam singend) oder instrumental erfreut, es gab kurze Theaterszenen zum Mithören, mundartliche, humorvolle, hintersinnige oder jahreszeitlich passende Texte wurden rezitiert und sogar “Sagen aus dem Oberland” konnte am Telefon gelauscht werden. Auf eigene Text- oder Liedwünsche wurde dabei gerne eingegangen.
Sonderpreis für „Fünf Minuten Kultur zum Zuhören“ im Rahmen der Kampagne „Unser Soziales Bayern“
Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner hat am 14. Juli 2021 in München im Beisein von Vertretern der Bezirksregierungen sieben Mal den Sonderpreis „Unser Soziales Bayern“ in Höhe von jeweils 3000 Euro verliehen. Für Oberfranken wurde mit „Fünf Minuten Kultur zum Zuhören“ ein Projekt aus Kulmbach ausgezeichnet.

Der Sonderpreis ist Teil der Initiative „Unser Soziales Bayern: Wir helfen zusammen!“, die im März 2020 mit den bayerischen Wohlfahrtsverbänden und den kommunalen Spitzenverbänden ins Leben gerufen worden war, um vor allem älteren Menschen in der Corona-Pandemie Unterstützung zu bieten.
Der Sonderpreis macht das hierbei erbrachte wertvolle Engagement der zahlreichen Projekte und Initiativen in seiner ganzen kreativen Vielfalt sichtbar. Trautner gratulierte unter anderem dem Projekt „Fünf Minuten Kultur zum Zuhören“ im Landkreis Kulmbach. „Herzlichen Glückwunsch an alle Kunst- und Kulturschaffenden aus dem Landkreis Kulmbach, die Mitbürger angerufen und am Telefon Gedichte vorgelesen, gemeinsam musiziert oder auch Theaterszenen zum Mithören angeboten haben.“
Kultur auf diesem sehr persönlichen Weg zu transportieren, sei eine wundervolle Idee, um Lebensfreude zu vermitteln und die Herzen der Menschen höherschlagen
lassen, so die Sozialministerin. Trautner zeigte sich vom Engagement der Preisträger sehr beeindruckt: „Die gelebte Solidarität der Menschen egal welchen Alters hat mich in dieser herausfordernden Zeit tief bewegt. Die Initiative zeigt eindrucksvoll: Wir stehen füreinander ein, wir helfen einander und wir nehmen aufeinander Rücksicht.“
Das Engagement, die beeindruckende Kreativität und die Leidenschaft der Bewerber für den Sonderpreis, sei es bei Einkaufs- und sonstigen Alltagshilfen, bei kulturellen Veranstaltungen oder Radiosendungen speziell für Seniorinnen und Senioren, seien „nur einige Beispiele für den großen Zusammenhalt unserer Gesellschaft in dieser Krisenzeit“.
In jedem bayerischen Regierungsbezirk wurde ein herausragendes Projekt mit dem Sonderpreis prämiert. Einen Eindruck des preisgekrönten Siegerprojekts könne Sie sich hier anhand eines kurzen Videoclips verschaffen.
