Bereits zum 25. Mal würdigt die bayerische Volksvertretung mit dem Bürgerpreis 2025 herausragendes ehrenamtliches Engagement im Freistaat. Das Leitthema in diesem Jahr: „Frieden fördern – Freiheit leben – Brücken bauen. Ehrenamtliches Engagement für den Frieden“. Die Auslobung richtet sich insbesondere an Bürgerinnen und Bürger sowie gesellschaftliche Gruppen mit Sitz in Bayern, die sich mit großem Engagement für den Erhalt und die Festigung eines friedlichen Zusammenlebens in Freiheit einsetzen. Die Bewerbungsfrist endet am 30. April 2025.
Der Landkreis Kulmbach ist weiterhin im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und kann damit seine erfolgreiche Arbeit in der neuen Förderperiode 2025 fortsetzen. Mit der ersten Sitzung des Jahres hat die Partnerschaft für Demokratie in Kulmbach den offiziellen Startschuss für die neue Förderrunde gegeben. Ab sofort können damit gemeinnützige Träger im Landkreis Kulmbach wieder Anträge auf finanzielle Unterstützung stellen, um Projekte zur Stärkung der Demokratie, zur Gestaltung von Vielfalt und zur Prävention von Extremismus umzusetzen. Interessierte Organisationen werden gebeten, sich rechtzeitig vor Projektbeginn mit den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Partnerschaft für Demokratie am Landratsamt Kulmbach oder beim Kreisjugendring Kulmbach zu einem Beratungsgespräch anzumelden.
Das jüngste Seminar „Künstliche Intelligenz in der Vereinsarbeit“ im Rahmen der Reihe „digital verein(t)“ erfreute sich großer Nachfrage. Über zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich zu den Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Vereinsarbeit, insbesondere beim Einsatz im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit. Die Teilnehmenden haben im Seminar unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten im Vereinskontext kennengelernt, ob bei der Öffentlichkeitsarbeit, für die Vorbereitung von Reden oder zum Protokollieren der Vorstandssitzung.
Fazit des Abends: KI ist absolut ein Thema in den Vereinen. Viele Teilnehmende hatte auch schon vor dem Seminar erste Erfahrungen gesammelt. Wer beim Einsatz der Technik Aspekte wie Datenschutz und Urheberrecht immer mit im Blick behält, kann sich für unterschiedlichste Aufgaben im Verein schnell und unkompliziert Anregungen holen und sich von KI unterstützen lassen.
Das Bild zeigt die Teilnehmenden des KI-Workshops mit Referent Dr. Sebastian Honert von digital verein(t) – 2. v. links sowie Claudia Keller (6. v. links) und Heike Söllner vom Landratsamt (rechts).
Am 1. Januar 2025 ist die E-Rechnungspflicht in Kraft getreten. Unternehmen und Vereine mit Umsatzsteuerpflicht, Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb oder wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb sind dann verpflichtet, elektronische Rechnungen zu empfangen und zu verarbeiten. Private Personen sind von dieser Regelung nicht betroffen. Ab 2028 müssen Unternehmen und Vereine E-Rechnungen nicht nur empfangen, sondern auch versenden können. Was genau ist eine E-Rechnung und was ist zu beachten?
Die Plattform Ehrensache Gemeinwohl ist ein Kooperationsprojekt der Bertelsmann-Stiftung, der Deutschen Stiftung Ehrenamt und Engagement, der Hertie-Stiftung und Körber-Stiftung mit dem Ziel Förderaktivitäten und Programme auf einer Informationsplattform zu bündeln, die das kommunalpolitische Engagement stärken und sie für Interessierte sichtbar und zugänglich zu machen.
Die neue Seite bietet insbesondere für ehrenamtlich Engagierte in der Kommunalpolitik einen guten Überblick zu Förderprogrammen aus dem zivilgesellschaftlichen Sektor, die zur eigenen Kommune passen.
Die Bundesregierung hat in der Kabinettssitzung am 4. Dezember 2024 die ressortübergreifende Engagementstrategie des Bundes beschlossen. Damit will die Bundesregierung freiwilliges Engagement und die Rahmenbedingungen für Engagierte verbessern. Vorgeschaltet war ein groß angelegter Beteiligungsprozess der Zivilgesellschaft.
Mit dem 17. Dezember 2024 trat in Bayern das Gesetz zur Erleichterung des Ehrenamtes in Kraft. Mit dem Gesetz werden alle bayerischen Behörden verpflichtet, bei ihrer Verwaltungstätigkeit zu berücksichtigen, dass der ehrenamtliche Einsatz für das Gemeinwohl zu fördern ist. Durch die Aufnahme dieser Verpflichtung in das Bayerische Verwaltungsverfahrensgesetz (BayVwVfG) soll der Bedeutung ehrenamtlicher Betätigung bei der Ausgestaltung und Durchführung von Verwaltungsverfahren möglichst umfassend Rechnung getragen werden. Enthalten sind z.B. Erleichterungen für ehrenamtliche Veranstaltungen für das Gemeinwohl in Bezug auf Anzeige- und Genehmigungspflichten, bei Verkehrsregelungen oder bei der Sicherung von Veranstaltungen.
Der 5. Dezember ist alljährlich internationaler Tag des Ehrenamtes. In Deutschland engagieren sich fast 30 Millionen Menschen ehrenamtlich. Das sind etwa 40 Prozent der Gesamtbevölkerung ab vierzehn Jahren. Im Landkreis Kulmbach liegt die Engagementquote noch darüber – hier ist mehr als jede/jeder Zweite in irgend einer Art ehrenamtlich engagiert.
Zum Tag des Ehrenamtes sagt der Landkreis Kulmbach und sagen wir als Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement allen von Herzen DANKE, die sich engagieren und damit unseren Landkreis so lebendig, lebens- und liebenswert machen.
DANKE – für eure Zeit,
DANKE – für all das vielfältige Engagement,
DANKE – für den unermüdlichen Einsatz,
DANKE – für die vielen Zeichen des sozialen Zusammenhalts,
DANKE – für tolle Ideen und Initiativen vor Ort,
DANKE – für so viel Tatkraft, um gemeinsam etwas zu bewegen.
Eine Vorstellung im Rahmen der Abschiedstour „Am End – best of“ hatte „Das seltsame Paar“ fest für Ehrenamtskarteninhaberinnen und -inhaber reserviert. Unterstützt durch das Ehrenamtsbüro des Landkreises war es am vergangenen Wochenende soweit. Die beiden Kulmbacher Kultkomiker Roland Jonak und Manfred Spindler spielten vor vollem Haus bei „Kultur unterm Dach“ im Kulmbacher Mönchshof zu Ehren ehrenamtlich Engagierter aus dem gesamten Landkreis.
Mit ihrem unnachahmlichen Programm aus Sketchen, Liedern und jeder Menge Lokalkolorit, dem legendären „Ach Gooood“ und phänomenalen Bühnenoutfits strapazierten die beiden Akteure auf der Bühne die Lachmuskeln des Publikums drei Stunden lang kräftig. Beim Lied „Freundschaft“ wurde es am Ende des Programms dann sogar sehr emotional – geht doch eine 35jährige, überaus erfolgreiche Bühnengeschichte jetzt zu Ende.
Auch Landrat Klaus Peter Söllner ließ es sich nicht nehmen, bei diesem Höhepunkt der Abschiedstour dabei zu sein. Er besuchte die beiden Komiker kurz vor der Vorstellung persönlich im Backstagebereich, ehe er die 140 Anwesenden herzlich begrüßte. Mit der Veranstaltung möchte der Landkreis dem Ehrenamt und allen, die sich in hohem Maße engagieren, Wertschätzung entgegenbringen und sich bedanken, für alles, was im Ehrenamt geleistet und ermöglicht wird.
Die Ehrennadel des Landkreises Kulmbach für besondere Verdiente im ehrenamtlichen Bereich wurde am 26. November 2024 im Rahmen einer Feierstunde im Landratsamt an sieben Frauen und Männer ausgehändigt, die sich im Ehrenamt in ihren jeweiligen Gemeinden ganz herausragende Verdienste erworben haben.
Bei der Verleihung wird stets ein ganz besonderes Augenmerk auf ehrenamtlich tätige Menschen gerichtet, die von den Statuten staatlicher Auszeichnungsformen nicht unbedingt erfasst sind – z.B. Ehrenamtlich, die als „Gute Geister des Ehrenamtes“ im Stillen oder Verborgenen Unglaubliches leisten, in der Jugendarbeit besondere Akzente setzen oder auch Personen, die außerhalb von Verbandsstrukturen agieren.
Die neuen Ehrennadelträgerinnen und -träger sind:
Angelika Hoch aus Himmelkron – sie engagiert sich ehrenamtlich seit Jahren in der Behindertenhilfe. In der DIAKONEO Himmelkron kann man sie getrost als „gute Seele“ der Einrichtung bezeichnen, die sich voller Empathie für die Menschen in der Behindertenwohneinrichtung einsetzt. Stets hat sie ein offenes Ohr für deren Belange, verbringt viel Zeit mit den Bewohnern und begleitet bei gemeinsamen Unternehmungen. Der Förderverein der Einrichtung kann ebenso auf sie als tatkräftiges Vorstandsmitglied bauen wie auch der Betreuerstammtisch Himmelkron.
Willi Rucker aus Kupferberg – er ist ein wahres Multitalent im Ehrenamt. Ob bei der „Berchler – Theatergruppe e.V.“, als Vorsitzender des VdK Ortsverbandes Kupferberg und über viele Jahre als BRK-Bereitschaftsleiter – überall geht er voran und bereichert das soziale und kulturelle Leben in Kupferberg. Als begeisterter Theaterspieler hat sich Willi Rucker insbesondere um die Pflege des Amateurtheaters und des fränkischen Mundarttheaters sehr verdient gemacht.
Annemarie Heidenreich aus Melkendorf – seit 28 Jahren führt sie den AWO-Ortsverein Melkendorf und leistet damit einen ungemein wertvollen Beitrag für den sozialen Zusammenhalt. Weithin bekannt ist der Verein für seine tolle Seniorenarbeit mit einem äußerst attraktiven Ausflugsprogramm und Vortragsveranstaltungen. Darüber hinaus ist Annemarie Heidenreich Mitglied im erweiterten AWO-Kreisvorstand und singt in verschiedensten Melkendorfer Chören.
Brigitte Wolpert aus Kulmbach – sie engagiert sich schon seit über 30 Jahren in der Kirchengemeinde St. Hedwig in Kulmbach und ist eine wichtige Stütze des kirchengemeindlichen Lebens. Ob im Pfarrgemeinderat oder als Vorsitzende des Seelsorgebereichsrats, als Cursillo-Glaubensbeauftragte oder im Rahmen der Initiative Maria 2.0 – überall bringt sich Brigitte Wolpert voller Tatkraft ein und setzt damit Maßstäbe im kirchlichen Ehrenamt.
Kai Ramming aus Mainleus – er ist „der Mann für alle Fälle“ innerhalb der ehrenamtlichen Gemeinschaft des BRK Kulmbach. Als Kreisbereitschaftsleiter trägt er seit 2017 an vorderster Stelle Verantwortung und hat maßgeblich Anteil, dass die Leistungsfähigkeit der Bereitschaften in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert werden konnte. Ob als Koordinator der Sanitätsdienste bei Großveranstaltungen in der Region oder bei den unterschiedlichsten Gefahrenlagen, wie Unfällen, Großbränden oder Hochwassereinsätzen – stets ist Kai Ramming zur Stelle.
Savina Foerster aus Kulmbach – sie ist eine Sportlerin durch und durch und brennt für ihren Verein, die 1. Kulmbacher Showtanzgarde. Dort genießt die Jugendarbeit einen sehr hohen Stellenwert. Als Trainerin im Bereich des karnevalistischen Tanzsports setzt Savina Foerster im Verein bereits in jungen Jahren Maßstäbe und geht voller Elan und Begeisterung ans Werk. Mehrere Garden leitet sie als Trainerin und entwickelt auch eigene Choreografien. Zudem bereichert sie den Kulmbacher Fasching 2009 mit ihren Auftritten als Tanzmariechen der 1. Kulmbacher Showtanzgarde.
Lukas Alois Roth aus Ludwigschorgast – er hat dem kulturellen Leben in der Region mit seinem ehrenamtlichen Engagement schwungvolle Impulse voller jugendlicher Leichtigkeit gegeben. Zunächst als Benefizprojekt „Musik verbindet“ gestartet, hat sich mittlerweile eine Plattform junger Kulturschaffender gegründet, die als Verein „Kunstwert – Wir machen Kultur e.V.“ mit frischen Ideen und dem Mut zu neuen Wegen das kulturelle Leben bereichern. Lukas Alois Roth ist Vorsitzender und musikalischer Leiter zugleich. Ihm gelingt es in beeindruckender Weise, junge Menschen aus ganz Deutschland für seine musikalischen Ideen zu begeistern.
Unser Dank gilt auch Nina Scheibe und Max Heiß von „Kunstwert – Wir machen Kultur e.V.“ für die musikalische Umrahmung des Abends.
Festlich geschmückter Saal im Landratsamtmusikalische Umrahmung durch Kunstwert e.V. (Nina Scheibe und Max Heiß)Blick auf die Geehrten und weitere GästeLandrat Klaus Peter Söllner bei seiner Begrüßung
Die Geehrten mit Ehrengästen und Auswahlkommission: Auf dem Bild von links: Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani, Lukas Alois Roth, Bürgermeister Harald Michel, Savina Foerster, Brigitte Wolpert, Willi Rucker, Angelika Hoch, Kai Ramming, Oberbürgermeister Ingo Lehmann, Annemarie Heidenreich, Heike Söllner, Landrat Klaus Peter Söllner, Lothar Seyfferth, Stefan Adam, Sabine Knobloch, Bezirkstagspräsident Henry Schramm, Hermann Weiß und Elisabeth Weith.